Deutz OME 117F


Die Deutz ist als Lok 1 im Brandiser Silikatwerk gelaufen und bilden das Urgestein der Feldbahnanlage Guben. Sie ist mit einem Gegenkolbenaustauschmotor in Brandis ausgerüstet worden. Der ursprüngliche Gegenkolbenmotor wurde wegen eines Motorschadens ausgetauscht. Aber die Lok lief nie wirklich, Probleme mit der Kupplung und die zu hohe Drehzahl sorgeten dafür das das Projekt auf Eis lag,

Inzwischen wurde ein anderer Einzylinder Zweitakt Dieselmotor eingebaut und die Lok komplettiert. Jetzt läuft sie zufriedenstellend und sie wird Stück für Stück instandgesetzt.

 

Die technischen Daten:

 
Hersteller KH Deutz AG
Typbezeichnung OME 117F
Baujahr 1940
Fahrzeug-Nr. 33534
Spurweite 600 mm
 
Hauptabmessungen  
Dienstgewicht 2,8 t
Geschwindigkeiten 3 - 5 - 8,2 - 13,3 km/h
kleinster Krümmungshalbmesser 6 m
Achsabstand 780 mm
Gesamtlänge üP 2560 mm
Breite 1150 mm
 
Hauptmerkmale
Motor 1AM Moës(1NZD)
Motorleistung 12 PS
Drehzahl des Motors 800 U/min
Getriebe 4- Gangzahnradgetriebe
Kraftübertragung (Motor/ Achse) Zahnrad/ Stangen
elektrische Anlage keine
Starteinrichtung Handstart per Kurbel
Farbe (Rahmen/ Achsen/ Aufbauten) rot/ rot/ laubgrün)
 
Technische Daten des Motors
Baumusterbezeichnung 1 NZD
Hersteller Moës
Motornummer
Dauerleistung 12 PS
Drehzahl 800 U/min
Zylinderzahl 1
Arbeitsweise Zweitakt-Diesel-Direkteinspritzer
Durchmesser/Hub 95 mm/ 125 mm
Hubraum gesamt 886 cm³
Kraftstoffverbrauch 200 g/PSh
Kühlart Wasserumlaufkühlung
Motorgewicht (ohne Schwungrad) --- kg (241 kg)
Ölverbrauch 3 g/PSh
Ölmenge/Sorte SAE HD-30

Die Aufarbeitung:

 
Eigentlich funktionsfähig abgestellt mit Austauschmotor   Vom Typ Gegenkolben Junkers Lizensnachbau
 
Das Gehäuse rostet langsam im Garten vor sich hin.   Wartet auf einen Idee zur Drehzahlreduzierung
 
Der belgisches Austauschmotor der Firma Moës, die auch Feldbahnlokomotiven hergestellt hat, mit 12PS bei 800 U/min   Der neue Motor beim Einbau.
 
Der neue und dem Orginal nachempfundene Auspuff, kommt nur auf der anderen Seite raus   und das orginal Loch wird verschlossen

Deutz OME117f Probelauf - MyVideo

Deutz OME Probelauf 3 - MyVideo
 
Alle Anbauteile sind wieder dran, so wird die Lok erstmal bleiben   Die neuen Lagerabdeckungen der Kuppelstangen
 
Der Motorraum   Das neue Typenschild
   
Reparierter Luftfilter    

Die Deutzlok wurde mit einem generalüberhaltem Motor als eine der Ersten aus Brandis beschafft und ist seid dem nie richtig im Einsatz gewesen. Wegen Rostiger Einspritzdüsen lief sie anfangs schlecht und später erlitt der Motor wegen einer geborstener Öldruckleitung und dem daraus resultierendem Ölmangel einen schweren Lagerschaden. Der Motor wurde gegen einen Baugleichen aus einem Stromaggregat getauscht, nachdem dieser einen anderen Regler, ein anderes Schwungrad und andere Anschlüsse für Wasser, Luft etc. erhielt. Das Besondere an diesem Austauschmotor ist, dass er ein Leichtbau mit einem Aluminiumgussgehäuse ist. Dann wurden die Kuppelstangen noch neu gelagert. Die Aufarbeitung geriet wegen des Getriebes und der hohen Drehzahl des Motors ins Stocken.

Eine Drehzahlregulierung am Motor ist nicht sinnvoll, ein Vorgelege auf Grund der beengten Platzverhälnisse nicht möglich was letzendlich nur auf den Einbau eines anderen Motors raus läuft. In Frage würden dann nur zwei Alternativen kommen. der Einbau eines Zweitakt-Dieselmotor mit einer Leistung von 12PS bei 700 bis 800U/min oder der Einbau eines von den Abmessungen kleinern Motors und eines Vorgeleges.

Inzwischen wurde ein passender Austauschmotor gefunden, ein seltenes Stück aus Belgien. Zuletzt trieb er in einem Sägewerk über Transmission ein sägegatter an. Eingebaut war er auch in Feldbahnlokomotiven der Fa. Moës zu finden. Die Deutz wird mit diesem Triebwerk neben ihrem orginalen Klang auch die urschprüngliche Geschwindigkeit/ Fahrcharakter zurück erhalten.

Die orginale Schwundscheibe des OME- Motors wurde schon beim Gegenkolbenmotor verwendet und sie wurde jetzt auch wieder eingebaut, nachdem sie auf die Kurbelwelle des belgischen Motors angepasst wurde. In den Rahmen wurde Träger eingeschweisst auf dem der neue Motor verschraubt wird. Vorher wurden die alten Motorträger rausgetrennt um eine bessere Zugänglichkeit zum neuen Motor zu gewährleisten. Das Getriebe und dessen Aufhängung wurden auch nachgearbeitet, sowie andere Abauteile des Motors, wie der Luftfilter, der Auspuff und die Kurbelaufnahme.

Die Wasserkühlung ist als Schwerkraft ausgeführt, das heißt das Wasser wälzt sich nur durch die Hitze um. Der Kühler des Gegenkolbenmotors blieb verbaut und so hat die Lok reichlich thermische Reserven. zur Zeit kommt sie über 60°C nicht raus.

Die ersten Probeläufe zeigten das der Motor läuft und auch passt. Da die Kupplungsscheibe verbogen ist trennt die Kupplung trotz Ausrichtung des Motors noch nicht richtig, aber zufreidenstellend. Die Aufbauten sind wenig verbastelt und bekommen ihren Urzustand, soweit sinnvoll, zurück, aber zunächst wird die Lok ohne Äussere Aufarbeitung laufen. Und nachdem das Gasgestänge ordentlich eingebaut und eingestellt wudre ist das anlassen von Hand noch etwas umständlich aber machbar.

Die Stangelager bekammen wieder Abdeckungen, ebenso der Sandkasten. Die Rückwand wurde auch in Fahrzeugfarbe lackiert und nun ist sie weitestgehend fahrbereit.